Mara Laue

Wie würden Sie die Handlung in drei Sätzen skizzieren?

Die MARU TAI soll, getarnt als Hilfsgüterlieferung, eine Waffe nach Tema bringen, die allein verhindern kann, dass nicht nur Tema, sondern alle freien Völker unterjocht werden. Als Sicherheitschefin Yora Davidoff nach dem Tod des Captains das Kommando übernehmen muss, fühlt sie sich mit der Aufgabe komplett überfordert. Obendrein wurde die Mission verraten, und der Erfolg scheint nicht nur deshalb aussichtslos zu sein.

Was macht „Die Mission der MARU TAI“ so besonders?

Abgesehen von der (hoffentlich) spannenden Handlung: die Figuren, allen voran Yora Davidoff. Sie sind nicht die klassischen „hehren Heldenfiguren“ wie z. B. bei Star Trek. Im Gegenteil sehen sie nicht mal ein, warum sie die Mission überhaupt erfüllen sollen. Sie haben ihre Probleme, auch miteinander, und einige proben sogar meuternd den Aufstand. Aber als sie begreifen, was auf dem Spiel steht, stehen sie zusammen und wachsen über sich hinaus.

Angesichts der beeindruckenden Fülle und thematischen Spannbreite Ihrer Bibliografie: Wieso haben Sie sich für eine klassische Space Opera entschieden?

„Back to the roots!“ Nach den Pferdegeschichten, mit denen ich meine „Schreibkarriere“ im Alter von 12 Jahren begonnen habe, waren Space-Opera-Storys das nächste Genre, auf das ich mich stürzte. Und weil man sich da hinsichtlich der Fantasie „fantastisch“ austoben kann, schreibe ich SF immer wieder gerne. Da ich sonst nur SF als Kurzromane schreibe, habe ich mich sehr über die Gelegenheit gefreut, endlich mal wieder einen SF-„Vollroman“ zu schreiben.

Hilfslieferungen sind ja leider ein zeitloses und sehr aktuelles Thema. Was müssen wir Ihrer Meinung nach heute dazulernen, damit sie kein Zukunftsthema mehr sind?

Hilfslieferungen werden, wenn irgendwo eine Katastrophe passiert ist, immer notwendig sein. Wenn ein Volk sich aus eigener Kraft vorübergehend nicht helfen kann, muss die Hilfe eben von außen kommen. Ändern müssten sich die bürokratischen Hindernisse, die den Lieferungen teilweise in den Weg gelegt werden und die verhindern, dass sie zügig oder überhaupt am Bestimmungsort ankommen. Nicht nur dafür wäre ein besiegelter Weltfrieden m. E. ein wichtiger Schritt

Welche Leser*innen wollen Sie mit dem Buch ansprechen?

Natürlich SF-Fans, aber darüber hinaus alle Leute, die das Ungewöhnliche suchen und solche, die „hinter die Kulisse“ blicken und in ihrer Lektüre nicht nur Unterhaltung, sondern auch Botschaften suchen, die jenseits der Unterhaltung vermittelt werden. Davon gibt es in dem Buch einige zu entdecken.

Was lesen Sie privat gern?

Alle Genres, in denen ich mich auch schreibend austobe: SF, Krimis, Fantasy, Urban Fantasy, Horror, gute (= klischeefreie) Liebesromane, Western, historische Romane (die schreibe ich selbst nicht), Biografien und besonders gerne Lyrik.

Welche Frage, die wir noch nicht gestellt haben, hätten Sie dennoch gern beantwortet?

„Werden wir mehr von Yora Davidoff lesen?“ JA!

Titel der Autorin

Februar 2021

Science-Fiction

Mara Laue

DIE MISSION DER MARU TAI

Die MARU TAI ist mit Hilfsgütern unterwegs zu dem Planeten Tema, der angegriffen wird. An Bord ist eine geheime Waffe, die den Kampf entscheiden könnte. Lieutenant Yora Davidoff, nach dem Tod des Captains unversehens zur Kommandantin avanciert, muss das Schiff unter allen Umständen ans Ziel bringen. Doch dem stehen die Angriffe feindlicher Schiffe, Verrat und die Meuterei der eigenen Crew im Weg. Obendrein verfolgt Chefingenieur Lepathu eine eigene Mission. Aber für welche Seite?

Überlebende des letzten Kampfes sitzen in der Falle, sie sind von der Außenwelt abgeschnitten.